5.14.2005

gipfel


gipfel
Originally uploaded by ruitzhoferexpatriot.
In die weite Ferne streifen
Weisse Gipfeln kräftig ragen
Schön und sanft den Eckzähn gleichen
Kalt und bitter von Nah beklagen

Wetter schnell die Richtung ändert
Erst wars sonnig, hinauf zieht Sturm
Gut gerüstet, doch gerädert
Tief, tief im Argen steckt der Wurm

Weg führt über Stock und Steine
Wie ne Achterbahn auf und ab
Schlängeln zickzack hacke Beine
Nie entspannt gehalten auf Trab

Scheinbare Ewigkeit verliert
Wunsch auf Wiederkehr, Stetigkeit
Erinnerungen schön verziert
Lahme Füsse verzagen Zeit

Oben auf dem höchsten Punkt
Schwindlig des Atems beraubt
Die Sonne gnadlos golden prunkt
Die Haare zu Berge erlaubt

Schlafende Schönheit von unten
vom Fusse betrachtet begier
Nach Weil das Grün verschwunden
Karg kanzelt Geröll oben hier

Weder viel Flora, noch viel Tier
Wunder zwar versucht erkunden
Lauter Lawine trotz behaupt
Oft in dichten Nebel getunkt
Gerne zeigts uns die harte Seit
Ohne Rücksicht gar schwer passiert
Kein Eigentum mehr davon hab
Gespalten nicht mehr das eine
Herbergst manch einen eidlen Turm
Die Pfade zum Ziel verhädert
Einst weit und breit offen lagen
Aber lassen Blick verschleifen