10.20.2024

Beweltigung

 Kurze Anekdoten, gewühlten Gefühlen,

Auf nimmer Wiedersehen,

Schön wars nicht zwischen den Stühlen


Aber doch wollte ich nicht,

Ändern geht auch nicht, 

Ich nicht wär, wer ich bin,

Gab mir Ziel, gab mir Sinn


Einfach war es sicher nicht,

Weiß auf Schwarz sicherlich,

Naive und blind,

Innerlich wohl eher Kind


Aber schließlich fehlte, zu viel Dreck,

Heile Wählt, Kummer taub

Glücklich weg,

Aus dem Staub,


Nur noch Gott sich selbst vertraut, 

Abstand schafft leise,

Der Vergebung verständig gebraut,

Bin nicht überlegen oder weise,


Glaube besser zu Verstehen

Wenn es manchmal Zweifel gibt

Dieser Schmerz und Wehen

Weicht was man da liebt


Finde deine ewige Ruhe

Erinnern werd ich mich

Runde Bilder aus der Truhe

Dank ich dir auf meine Art

Ich bin froh das es dich gab!




3.06.2020

Angst des Weiteren

Dann wie gehts jetzt weiter
Sonne scheint gerade heiter
Warm ist es sogar auch
Unüblich gekannter Gebrauch
Einzig allein der Arbeit verstohlen

Dem Streiten satt abgelenkt
Düsterer Horizont tief versenkt
Sorgen übers Altern gehegt
Wolken schnell vorbei gefegt
In Zukunft das Jetzt empfohlen

Gelächter, Verächter, Umarmten
Der Kleinigkeiten erbarmten
Andacht und blosse Zuversicht
Verzweifelt im nächstem Angesicht
Herrlich mal ehrlich gereinigt zu versohlen

9.22.2018

Kindheitstraum


Kindheitstraum

Unbedachte Einsicht zu einem Rückblick führt
Worte, Sorte, Klang und Augenblick geschürt
Gerüche, Gefühle, Wärme, am Körper berührt
Oft unaufgefordert angeflogen
Für Sekunden in den Kopf gezogen

Geschweift, unausgereift, abgehackt, verschwommen
Als Alternative in die Realität aufgenommen
Aus anderer Perspektive verzerrt angekommen
Doch meist spezifisch und mal genau, mal verzogen
Zeit und Wahrheit ungewollt betrogen

Flexibel, zäh, verschönt, geheim gehalten
Gesagt, gefragt, unterschiedlich gestalten
Kreativ, gedacht Nachrichten gefalten
Gesammelt vergammelt aufgehoben
Eingedrückt verzückt verschoben








7.23.2018

Falscher Hase oder Trotz zum Widerstand

Einst gefürchtet vor dem Falschen
 Zu früh vielleicht Feuer geschrien
Und nun wieder alarmiert
 Zu verwöhnt kritisch zu Weilchen
Nun Widerstand zweifelnd verliehen

Laut oder leise zugesehen feige
Offen oder Hinterhand mit Farce
Mutig zu kurz ansonst zu weit
Strammgestanden erste Geige
Toleranz akzeptiert unoffenbarst

Vornab erhaben des Ruhms
Genauso versteckt ohne Glanz
Beide benötigt all zu Mal
Doch welche der Eigentums
wer auf wessen Hochzeitstanz

Macht die Freiheit müde
Wars Schreiben an der Wand
Hab ich es nicht sehen wollen
Steckt mein Kopf schon im Sand


4.28.2017

Freitag Nachmittag

An der Theke
das Glas halb voll
Sitze ich hier
Und genieß mein Bier
Freu mich ganz toll

Ganz alleine
Die Woch hinter mir
Endlich freie Zeit
Mit Freuden bereit
Die Tür stets in Visier​

Unruhig abrollen
Stimmen im Kopf
Ertrink den Frust
Erwecke die Lust
Labe an dem Hopf

Wie Pause gehen
Die Zeiger nicht wollen stehen
Aber die Perspective kommt
Die Aktive so langsam prompt
Dem Gipfel meines Hirns sehen.


4.20.2017

Nie genug

Ständig auf der Suche nach Halt
Hier nicht, da nicht
Verteidigt, versucht, gedrungen
Vielleicht gar ungezwungen
Werden Tage zu Jahren bald

Immer gern alles gegeben
Mal hier, mal da
Rationiert, reguliert, bestanden
Reuelos stets abhanden
Ein Schritt überm Abgrund schweben

Fortgeh'nd Kontakte geknoten
Hier mit, da mit
Passioniert, pariert, erzogen
Profiliert meist ungebogen
Riskant trotzig Stirn geboten

Offen gefüllt die Hand gereicht
Guten Herzens, guten Willens
Gedacht, gelacht, abgeraten
Als Samariter oft gebraten
Vom Schicksalspfad nie abgeweicht

Auf lang ersehnte Flaute hoffen
Trübe Augen, Taube Ohren
Gesteigert, gefordert, abgefunden
Heimlich schwankend dem Los entbunden
Des Kreises Anfang ich getroffen


9.07.2016

Ausgewandert

Erst wie ein Traum
Glaubt man es kaum
Sanft zart verändert
Selbstgewußt bewogen
Die andere Seite bezogen

Ein Weg, zwei Herzen
Drei Zungen, Vier Augen
Vorblick, Rückblickschmerzen

Direkter Vergleich aber verzogen
Erster Eindruck neugierig gewogen
Mit rosaner Verziehrung gerändert
Bricht langsam Weise vom Zaum
Entfacht verwurzelt den Stammbaum

Mehr Pfad, viel Gefühl
Viel mehr Gedanken, leere Lade
Umsicht, Grenzgewühl

Zuweilen zwischen den Zeilen
Zwischen den Stühlen nie heilen
Nichts halbes und nichts kaputes
Neu geschaffen selbst gefunden
Eckig fängt an abzurunden

Bleibt immer noch selbst verbunden
Wird doch manches auch geschunden
Bleibt so einiges des Gutes
Gepflegt das Alte mit Neuem zu teilen
Auf grünem Gras entlang zu eilen